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Podcast #27

Die Ruhe vor dem Sturm

von Volker Klärchen | 20. Februar 2022
Diese Woche gibt es keine Folge - dachte ich. Doch dann kam diese Mail.
Lieber lesen? Hier findest du ein vollständiges Transkript dieser Folge.

Transkript

hier klicken um den Text anzuzeigen

Heute ist mal alles anders. Heute ist Freitag, der 18. Februar 2022, ich sitze im Büro, es ist um die Mittagszeit rum und heute soll der stärkste Sturm über Hamburg ziehen, den es seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gegeben hat. 

Und da habe ich beschlossen, dann fahr ich doch vielleicht lieber schon mal nach Hause. Man muss ja nichts riskieren, bevor ich dann hier vielleicht abends sitze und mich irgendwie unnötig in Gefahr bringe. Einziger Nachteil: Den Podcast kann ich nur hier aufnehmen. 

Und da habe ich gedacht, ok, die Welt wird nicht untergehen, wenn ich mal eine Woche keine Folge veröffentliche - und hatte tatsächlich schon die Jacke an und dachte mir, ich fahr los. 

Da bekam ich eine E-Mail. Und diese E-Mail hat mich so berührt, dass ich spontan beschlossen habe, ich teile die einfach mit euch. Um euch vielleicht auch einfach etwas Schönes mitzugeben vor dem Wochenende. Weil, diese Mail hat tatsächlich ganz schön was in mir ausgelöst. 

Ganz kurz die Geschichte dazu: 

Ich habe diese Woche mit einer Kundin gearbeitet, die hatte keinen leichten Weg, und sie war auch ziemlich verzweifelt, was ihre Jobaussichten anging. Sie hatte über sich so Überzeugungen im Kopf, wo sie dachte: Ich bin sowieso zu alt und ich habe fachliche Defizite und das wird sowieso alles wahnsinnig schwierig für mich. 

Ich meine, du kennst das garantiert selber, wenn man so als Bewerber das Gefühl hat, mit mir stimmt sowieso irgendwas nicht und das muss ich unbedingt verstecken, weil sonst will mich ja keiner. 

Damit ist sie zu mir gekommen und wir haben uns unterhalten und ich habe ihr neue Unterlagen erstellt. Und diese Unterlagen habe ich ihr gestern geschickt. 

Und heute kam dann ihre Mail mit dem Feedback zu mir - und das habe ich überhaupt nicht erwartet. 

Und das möchte ich dir einfach mal genauso vorlesen. Also alles, was du dann jetzt hörst, das sind ihre Worte: 

Lieber Volker,  

nun habe ich eine Nacht drüber geschlafen und ich versuch, das mal hier in Worte zu fassen. 

Das Motivationsschreiben habe ich gestern via Skype mit meiner Freundin in der Schweiz geöffnet, die kennt mich in- und auswendig.  

Mit etwas zittrigen Händen habe ich die Datei geöffnet und angefangen, ihr vorzulesen, was du für mich geschrieben hast. Sie war total von den Socken und sagte: 

“Geiler *****! Das bist total du, der hat genau getroffen, was du ausstrahlst, was dir wichtig ist. Deine Wertvorstellungen, deine Liebe zum Beruf – wer dich jetzt nicht einstellt, ist wirklich dumm.” 

Ich hatte Tränen in den Augen, niemals hat es ein Mensch fertiggebracht, mich so zu sehen, wie ich bin und das so auf den Punkt gebracht. Da ist Magie drinnen. 

Danke, dass ich diese Erfahrung machen durfte. 

Mich macht das richtig glücklich, ich fand ja schon das Telefonat sehr angenehm, mal diesen ganzen Ballast abzuwerfen, einen Schlussstrich zu ziehen und endlich gut vorbereitet durchzustarten. 

Und dann schreibt sie noch ein paar persönliche Dankesworte, die ich dann jetzt nicht vorlesen werde. 

Hey, das erlebe ich auch nicht jeden Tag. 

Ich bin manchmal sprachlos, was eine Bewerbung auslösen und verändern kann. 

Hier geht es um viel mehr als um ein Anschreiben oder einen Lebenslauf. 

Hier geht es darum, als Mensch gesehen zu werden, respektiert zu werden. 

Und dann die Erfahrung machen zu dürfen, die Firmen da draußen, die wollen mich. 

Die wollen mich, weil ich so bin, wie ich bin. 

Und es macht mich sehr glücklich, dass ich das immer wieder miterleben darf. 

Komm gut durch den Sturm, bleib gesund. Mehr gibt es hier heute nicht zu hören. Nächste Woche wieder eine richtige Folge, aber eins darf natürlich auch heute nicht fehlen: 

Bis bald.

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