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    „Nimm erst mal irgendwas!“

    Warum dieser Rat deine Karriere eher ausbremst als rettet

    Kennst du diesen Satz?

    Du bist auf Jobsuche.

    Und plötzlich werden die Menschen in deinem Umfeld zu Karriereberatern.

    Partner. Eltern. Freunde.

    Und irgendwo zwischen „Wie geht’s dir?“ und „Hast du schon was?“ fällt dann zwangsläufig auch dieser Ratschlag:

    „Sei nicht so wählerisch. Nimm erst mal irgendwas. Hauptsache, du hast erstmal was.“

    Klingt vernünftig – ist es aber oft nicht.

    Gut gemeint ist nicht gut gemacht

    Der Auslöser für diesen Artikel war ein Gespräch mit einem Kunden: gutes Profil, klare Erfolge, starke Erfahrung.

    Aktuell ohne Job.

    Und seine Partnerin sagt:

    „Jetzt hast du dir deinen Werdegang ruiniert.“

    Uff. Das sitzt.

    Ich hab ihn angeschaut und gesagt: „Nein. Hast du nicht.“

    Und wenn du gerade Ähnliches hörst (oder denkst):

    Das gilt auch für dich!

    Die Angst der anderen

    Menschen, die dich lieben, meinen es gut mit dir.

    Ich kann auch absolut nachvollziehen, warum seine Partnerin das gesagt hat. Sie will ihn schützen und ihm helfen. Es ist ein Ausdruck von Fürsorge und ist auch absolut nicht zu verurteilen.

    Doch sie reagiert auf ihre Angst.

    Keinen Job zu haben wirkt für viele wie: Gefahr. Unsicherheit. Kontrollverlust.

    Und „irgendein Job“ fühlt sich für sie an wie eine Sicherheitsdecke.

    Doch du bist kein Problem, das man schnell „lösen“ muss.

    Du bist ein Mensch mit Erfahrung. Mit Werten. Mit Stärken.

    Und, ganz wichtig: mit einem Gespür dafür, was zu dir passt und was dich klein macht.

    Ein Fehler ruiniert keinen Lebenslauf

    Diesen Satz sage ich in Coachings ständig:

    Dein Werdegang wird nicht durch einen Fehltritt ruiniert.
    Er wird erst durch ein Muster schwierig.

    Jede Karriere hat Phasen, in denen man später denkt:
    „Okay… das hätte ich anders machen sollen.“

    Das ist normal.

    Das ist nicht „versaut“.

    Das ist: Leben + Lernen.

    Problematisch wird es erst, wenn sich Dinge immer wiederholen, zum Beispiel:

    • du wechselt alle 6 Monate deinen Job
    • du machst ständig vollkommen andere Dinge
    • du erklärst permament, warum andere Schuld waren

    Unternehmen suchen nicht nach dem einen Makel, um dich auszusortieren.

    Sie suchen nach einem Muster.

    Und eine einzelne Lücke?

    Ein Job, der nicht gepasst hat?

    Das passiert!

    Warum „irgendwas“ dich in die falsche Richtung zieht

    Wenn du aus Druck heraus einen Job annimmst, der nicht passt – aus Angst, Scham oder „weil man das halt so macht“ – passieren häufig drei Dinge.

    1) Du gewöhnst dich an „unter Niveau“

    Du machst Aufgaben, die dich unterfordern.

    Oder du bist in einem Umfeld, das nicht zu deinen Werten passt.

    Und irgendwann speichert dein Kopf ab:

    „Mehr steht mir wohl nicht zu.“

    Das ist kein Fakt.

    Doch es fühlt sich schnell so an.

    2) Du verlierst Energie für den richtigen Job

    Ein Übergangsjob klingt nach Zwischenlösung.

    In der Realität ist es oft:

    Einarbeitung. Erwartungen. Stress.

    Und abends?

    Dann ist häufig nur noch Couch. Ruhe. Funktionieren.

    Die Jobsuche braucht aber das Gegenteil:

    Klarheit. Fokus. Energie.

    3) Dein Lebenslauf wird komplizierter

    Eine Lücke lässt sich meist gut erklären.

    Ein Misch-Masch aus Jobs wirkt dagegen schnell wie:

    „Getrieben sein.“
    „Orientierungslos.“
    „Hauptsache weg.“

    Und das ist oft schwerer zu verkaufen als:
    „Ich habe bewusst entschieden, worauf ich mich bewerbe.“

    Wie viel deines Werdegangs ist gut?

    Stell dir deinen Werdegang wie einen Zeitstrahl vor.

    Und dann frage dich:

    • Wie viel davon sieht gut aus?
    • Wie viel macht dir gerade Sorgen?

    Viele hängen gedanklich an den 10 %, die sich „komisch“ anfühlen.
    Und übersehen die 90%, die stabil, solide und erfolgreich waren.

    Das ist kein Schönreden.

    Das ist Realismus.

    Ansprüche sind kein Luxus

    „Wählerisch“ auf der Jobsuche zu sein, das klingt nach Arroganz.

    In Wahrheit bedeutet es aber:

    • du kennst deinen Wert
    • du kennst deine Stärken
    • du kennst deine Grenzen

    Oder anders:

    Ansprüche sind dein Karriere-Kompass.
    Nicht irgendein Luxusproblem.

    Wenn es wieder jemand sagt

    Lächle freundlich.

    Und denk dir:

    „Ich freue mich, dass du Anteil nimmst.
    Ich sehe, dass du dir Sorgen um mich machst.
    Doch genau jetzt muss ich wählerisch sein.“

    Und rufe dir dann in Erinnerung:

    Du hast dir deinen Werdegang nicht versaut.

    Du nimmst gerade Anlauf.

    Und wer weit springen will, bleibt manchmal kurz stehen.

    Keine Lust mehr auf Stillstand im Job?

    Fühlst du dich aktuell eher wie ein Rennwagen im Stau? Du leistest viel, aber die echte Wertschätzung und der nächste Karriereschritt bleiben aus?

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    Volker Klärchen

    Hallo, ich bin Volker Klärchen

    ... und ja, ich heiße wirklich so.

    Mein Ziel:

    Dich auf dem Weg zu einem Job zu begleiten, der dich wirklich wertschätzt.

    In meiner Community sorge ich dafür, dass du nicht nur bessere Unterlagen hast, sondern auch wieder an dich selbst glaubst.

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