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Geheimsprache im Arbeitszeugnis

Warum du dein Arbeitszeugnis nicht selbst schreiben solltest

Du sollst dein Arbeitszeugnis selbst schreiben? Das ist nicht nur eine Frechheit, sondern leider auch gar nicht so selten.

Obwohl jede Firma verpflichtet ist, ein Zeugnis auszustellen, versuchen viele Unternehmen, sich davor zu drücken. Das kann schnell zu einer bösen Falle werden, denn fast jeder weiß, dass es in Deutschland eine Geheimsprache in Arbeitszeugnissen gibt. Doch kaum jemandem ist bewusst, wie kompliziert die ganze Sache wirklich ist.

Was du tun kannst, um auf Nummer sicher zu gehen, erfährst du in diesem Artikel.

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Die Komplexität der Zeugnis-Sprache

Diese Zeugnis-Sprache ist eine deutsche Erfindung, die es so in keinem anderen Land der Welt gibt. Denn bei uns ist gesetzlich geregelt, dass ein Arbeitszeugnis immer „wohlwollend“ sein muss. Dieses eine Wort hat für viel Ärger gesorgt und vielen Anwälten ein gutes Leben beschert.

Denn natürlich ist nicht jede Firma mit jedem Mitarbeiter immer zufrieden. Manchmal lassen sich Menschen sogar etwas zuschulden kommen – doch das darfst du nicht ins Zeugnis schreiben. Denn das wäre nicht mehr „wohlwollend“.

So gerne ein Unternehmen die nächsten Arbeitgeber auch vorwarnen würde indem sie zum Beispiel schreiben: "Das ist eine ganz faule Socke und er verbringt den ganzen Tag nur damit, die Kollegen vollzuquatschen" – sie dürfen es nicht.

Wohlwollend bedeutet, dass du deinem Mitarbeiter für seine Zukunft keine Steine in den Weg legen darfst – egal, was er getan hat.

Versteckte Kritik im Zeugnis

Natürlich möchten die Firmen aber trotzdem ihre Kritik äußern dürfen. So sind sie dazu übergegangen, ihre Kritik in wohlklingenden Texten zu verstecken. Aus „er war eine faule Socke“ wird dann „er hat sich sehr für seine Aufgaben interessiert“.

Es gibt unzählige Formulierungen, die alle positiv klingen, doch in Wahrheit eine ganz andere Bedeutung haben. Und als normaler Angestellter kannst du die niemals alle kennen.

Ich selbst habe eine Datenbank mit fast 90.000 Formulierungen, auf die ich zurückgreife, wenn ich ein Arbeitszeugnis prüfe.

Damit sind wir beim eigentlichen Problem: Du sollst dein Zeugnis selbst schreiben? Die Gefahr ist enorm, dass du dir selbst eine Bewertung schreibst, die längst nicht so gut ist, wie du denkst.

Wenn du alleine oder mit Tipps aus dem Internet versuchst, dein Zeugnis zu formulieren, dann steht am Ende womöglich drin, dass du Alkoholiker bist oder Geld geklaut hast.

Was kannst du jetzt tun?

Schritt 1 sollte immer sein, die Firma in die Verantwortung zu nehmen. Schließlich ist sie gesetzlich verpflichtet, dir ein Zeugnis auszustellen.

Denk mal an deine Bewerbung bei dieser Firma zurück. Vermutlich wollten sie deine Arbeitszeugnisse sehen, oder? Sie wissen also sehr genau, dass man die als Angestellter immer haben muss. Und jetzt weigern sie sich, dir eins zu schreiben?

Weise sie freundlich, aber bestimmt darauf hin, dass du ein Arbeitszeugnis von ihnen haben möchtest, nicht umgekehrt. Und vielleicht hast du Glück und sie lenken ein.

Wenn es aber doch an dir hängen bleibt, dann schreib es auf keinen Fall selber. Auch wenn du dir Formulierungen aus dem Internet zusammensuchst – du weißt jetzt, dass es sogar auf die Reihenfolge und auf Auslassungen ankommt. Die Gefahr ist immens, dass du dabei unabsichtlich etwas einbaust, was dir später schadet.

Eine wahre Geschichte

Eine kurze Anekdote, die erst letzte Woche so passiert ist:

Eine Kundin kam zu mir, die gekündigt hatte und jetzt auch ihr eigenes Zeugnis schreiben sollte. Da sie weder Lust noch Zeit dazu hatte, hat sie mich damit beauftragt. Ich habe ihr ein rechtssicheres Zeugnis mit der Note 1 erstellt.

Nun ist es aber so, dass sich ein sehr gutes Zeugnis für einen Laien immer seltsam liest. Denn statt nach gesundem Menschenverstand ist es eben nach den Regeln Zeugnis-Sprache formuliert.

Wenn man das nicht weiß, fragt man sich beim Lesen: "Das liest sich alles ein bisschen holprig und dann wiederholen sich auch Wörter. Das klingt seltsam."

So ging es auch meiner Kundin. Daher hat sie das Zeugnis noch mal überarbeitet, damit es schöner klang und sich flüssiger lesen ließ.

Mit diesem Zeugnis ist sie dann in die Firma gefahren und hat es sich ausdrucken und unterschreiben lassen. Leider hat sie mir es erst danach gezeigt und ist aus allen Wolken gefallen:

Durch ihre Änderungen stand jetzt in ihrem Zeugnis, dass sie zwar bei den Mitarbeitern sehr beliebt war, die Führungskräfte aber durchweg unzufrieden mit ihr waren. Außerdem habe sie alles lieber gemacht, als produktiv zu arbeiten.

Fazit – Auf Nummer sicher gehen

Jetzt war das Kind in den Brunnen gefallen. Denn sie selbst hatte dieses Zeugnis so eingereicht und akzeptiert, einen Anspruch auf Änderung hat sie damit nicht mehr.

Wenn du also auf Nummer sicher gehen möchtest, dann schreib dein Zeugnis niemals selbst. Lass die Firma das Zeugnis erstellen und den Text danach von einem Experten prüfen. Oder komm zu mir und lass dir ein Zeugnis schreiben, das dir wirklich weiterhilft.

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