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Firmen taktvoll hinhalten, ohne Absagen zu riskieren

Die Kunst der klugen Zusage

Endlich! Nach etlichen Bewerbungen, Vorstellungsgesprächen und einigen Absagen hattest du schon fast den Glauben an dich verloren, doch jetzt ist sie wirklich da: die Zusage!

Die Firma hat sich entschieden, sie will dich und bietet dir einen Vertrag an. Jubel mit Hüte hochwerfen!

Doch halt – wer meldet sich da an deinem Hinterkopf? Denn durch die Begeisterung hindurch hörst du eine leise aber hartnäckige Stimme: "Moment mal, wenn es bei dieser Firma geklappt hat, warum nicht auch bei den anderen? Da sind ja noch Bewerbungen offen – was, wenn die mir auch ein Angebot machen?"

Und von einem Moment auf den anderen rutschst du von der Euphorie in die Bedenken, das Beste vielleicht zu verpassen.

Und damit herzlich willkommen in der letzten, aber nicht minder heiklen Phase des Bewerbungsprozesses: den richtigen Umgang mit einer Zusage zu finden.

Wie kannst du die Firma taktvoll hinhalten, ohne das vorliegende Angebot zu riskieren? Wie viel Bedenkzeit ist angemessen, und wie teilst du das dem Unternehmen mit, ohne sie abzuschrecken?

In dieser entscheidenden Phase wird die Kunst der klugen Zusage zu deinem besten Freund. Eine überlegte Entscheidung kann der Schlüssel zu deiner beruflichen Zufriedenheit sein. Daher ist es wichtig, auch diesen letzten Schritt mit Bedacht und Professionalität zu meistern.

Ausreden und andere Verzögerungstaktiken

Plötzlich spürst du den Druck der Zeit im Nacken. Denn jetzt liegt der Ball ganz eindeutig in deinem Spielfeld: Die Firma wartet auf deine Nachricht, ob du das Vertragsangebot annehmen wirst.

Das sollte dich nicht mehr als zwei, maximal drei Tage kosten. Schließlich hast du der Firma in jedem Gespräch gesagt, wie unfassbar gerne du bei ihr arbeiten möchtest. Aus Sicht der Firma ist es also nur noch eine Formsache, dass du den Vertrag unterschreibst.

Natürlich gesteht man dir zu, den Vertrag in Ruhe zu lesen und zu prüfen, doch wie gesagt: mehr als zwei oder drei Tage sollte das nicht dauern.

Wie verschafft du dir nun also Zeit, um eventuell noch mit anderen Firmen ins Gespräch zu gehen und deren Entscheidung abzuwarten?

Die Versuchung ist groß, jetzt einfach eine Ausrede zu nutzen:

  • Ich bin leider zurzeit unterwegs, ich kann mir den Vertrag leider erst nächste Woche ansehen.
  • Mich hat leider eine Erkältung erwischt, ich melde mich in der kommenden Woche.
  • Irgendwas stimmt mit meinem Computer nicht, ich melde mich, sobald ich den Vertrag öffnen konnte.

Ich weiß nicht, wie es dir damit geht, aber mich erinnert das spontan an die Schulzeit:

Der Hund hat meine Hausaufgaben gefressen

Das ist vermutlich auch mal wirklich vorgekommen, aber 99,9 % aller Fälle ist allen Beteiligten klar, dass das eine Ausrede ist. Damit kannst du sehr schnell das Vertrauen verspielen, dass du in den letzten Wochen mühsam aufgebaut hast.

Ich würde dir also immer davon abraten, irgendwelche erfundenen Gründe vorzuschieben.

Offene Kommunikation und angemessene Bedenkzeit

Das Schlüsselwort in dieser Phase heißt Transparenz. Und ich weiß, das wird in dir gerade ziemlich zwiespältige Gefühle wecken. Denn genau diese Transparenz ist es, die man als Bewerber von der Firmenseite meistens vermisst.

Doch in der Bewerbung gilt nach wie vor die goldene Regel: Wer das Gold hat, macht die Regeln.

Es ist absolut legitim, der Firma mitzuteilen, dass du mehr Zeit brauchst. Schließlich geht es um eine Entscheidung, die dich im besten Fall auf viele Jahre an ein Unternehmen binden wird und deinen beruflichen Weg maßgeblich prägen kann.

Niemand kann und wird von dir erwarten, dass du dir diese Entscheidung leicht machst.

Wichtig ist nur, dass du in dieser professionell und respektvoll mit der Firma kommunizierst. Daher sollte deine Antwort an das Unternehmen drei wichtige Punkte umfassen:

  1. Zeige, dass du die Chance sehr schätzt. Das kann ein einfaches Danke sein oder du schreibst über die Freude, die du bei dieser Nachricht empfunden hast. Denk nur daran, bei allen Bedenken, auch diesen positiven Aspekt immer zu würdigen.
  2. Nenne die Gründe, ohne zu sehr ins Detail zu gehen. Schreibe zum Beispiel darüber, dass das für dich eine wichtige Entscheidung mit hoher Tragweite ist. Oder dass du den Vertrag mit einem Anwalt durchgehen möchtest. Oder dass du mit Partner oder Familie Rücksprache halten möchtest. Dabei reicht es, die Gründe anzureißen, du musst dich nicht rechtfertigen. Auf der Firmenseite war schließlich auch mehr als eine Person an der Entscheidung beteiligt.
  3. Setze klare Fristen. Niemand hört gerne "Ich melde mich, wenn ich eine Entscheidung getroffen habe" – auch du nicht. (Und ja, ich weiß, Firmen machen, das oft selbst.) Benenne einen konkreten Zeitpunkt, bis zu dem du dich wieder bei der Firma melden wirst. So hat dein Ansprechpartner in der Firma auch etwas Konkretes in der Hand, womit er sich intern zurückmelden kann.

Und es ist selbstverständlich, dass du dich spätestens bis zu diesem Termin auch wieder meldest (ja, ich weiß!). Und sei es nur – im schlimmsten aller Fälle – mit der Nachricht, dass du dich leider bisher nicht entscheiden konntest. Aber das solltest du unter allen Bedingungen vermeiden.

Auf diese Art bleibst du sehr transparent und verbindlich, ohne Ausreden zu benutzen. Du zeigst dich als souveräner und professioneller Verhandlungspartner.

Ein konkretes Beispiel

Um dir das Leben zu erleichtern, habe ich eine Muster-E-Mail vorbereitet, die du an deine Situation anpassen kannst. Du kannst natürlich auch ganz andere Worte wählen – wichtig ist nur, dass alle oben genannten Kriterien enthalten sind:

Betreff: Dank und Bitte um Bedenkzeit

Sehr geehrter Herr Musterfrau,

ich möchte mich von Herzen für das Angebot und das in mich gesetzte Vertrauen bedanken. Es bedeutet mir sehr viel und ich bin sehr erfreut über die Möglichkeit, Teil Ihres Teams zu werden.

Genau wie Sie hoffe ich, dass aus diesem Schritt eine lange Zusammenarbeit entstehen wird. Daher nehme ich diese Entscheidung sehr ernst und möchte mir etwas Zeit nehmen, um das Angebot sorgfältig zu prüfen und die richtige Entscheidung zu treffen.

Ich werde mich bis spätestens [konkretes Datum] mit meiner Entscheidung bei Ihnen melden. Sollten Sie in der Zwischenzeit weitere Informationen benötigen oder Fragen haben, melden Sie sich bitte unbedingt.

Ich freue mich sehr auf die Möglichkeit, mit Ihnen zusammenzuarbeiten, und danke Ihnen noch mal für Ihr Vertrauen und Ihre Geduld.

Mit freundlichen Grüßen
Bernd Beispiel

Noch nicht genug Zusagen?

Du hast beim Lesen gedacht "Solche Sorgen hätte ich gerne?" Du wartest schon viel zu lange auf die Zusage? Dann sollten wir das ändern:

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