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Die Kunst des Scheiterns – Durch Fehler zum Erfolg

Am Wochenende hatte ich einen Auftritt als Zauberer. Während ich unter der Woche ganz seriös und bodenständig unterwegs bin, stehe ich an den Wochenenden oft auf der Bühne und zeige den Menschen Dinge, die eigentlich nicht möglich sind.

Ich bin gescheitert - schon wieder!

Letztes Wochenende ist es dann passiert:

Ich habe einen richtig blöden Fehler gemacht, mitten in der spektakulären Finalnummer. Und dieser Fehler war so offensichtlich, dass ich ihn auch nicht mehr überspielen konnte. Ich musste abbrechen und neu anfangen, und jeder hat es mitbekommen.

Als ich das einem Freund erzählte, meinte er nur: "Oh Gott, ich wäre gestorben."

Und erst da wurde mir klar: Es hatte mich überhaupt nicht aus der Bahn geworfen. Es war eher eine witzige Anekdote für mich.

Scheitern als Schlüssel zum Erfolg

Jetzt fragst du dich vielleicht: Warum erzählt er das? Was hat das mit Bewerbungen zu tun? Doch keine Sorge, ich verspreche dir, das ergibt am Ende alles einen Sinn!

Außerdem könntest du glauben, dass ich ein sehr abgebrühter und selbstsicherer Mensch bin, den einfach nichts aus der Ruhe bringt – doch nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein.

Wie konnte es also sein, dass ich solch eine spektakuläre Panne erlebt habe und trotzdem ruhig weitermachen konnte?

Ganz einfach: Über die Jahre bin ich so oft gescheitert, dass ich das alles schon hinter mir habe.

Die drei Phasen (als Zauberer)

Wenn du mit dem Zaubern anfängst, durchläufst du drei Phasen:

Phase 1: Du verstehst, wie die Tricks funktionieren. Und du übst so lange, bis du sie anderen zeigen kannst, ohne dabei das Geheimnis zu offenbaren.

Für die Zuschauer ist das verblüffend, aber auch todlangweilig.

Denn im Grunde startest du nur einen Wettbewerb: Ich zeige dir etwas, und du wirst nicht herausfinden, wie ich das gemacht habe.

Das ändert sich erst mit …

Phase 2: Die Tricktechnik ist jetzt so gut, dass du anfängst, dich mit der Präsentation auseinanderzusetzen.

Erst so wird aus einem Trick eine unterhaltsame Nummer, die das Publikum nicht nur verblüfft, sondern auch amüsiert.

Es geht jetzt nicht mehr darum, ein Geheimnis zu verstecken, sondern gemeinsam etwas zu erleben. Ein schönes Gefühl und eine gemeinsame Erinnerung zu schaffen.

Doch auf dem Weg dahin wirst du immer wieder auf die Nase fallen.

Du wirst einen Fehler bei der Tricktechnik machen. Du wirst einen Witz einbauen, über den keiner lacht. Oder du trittst in eines von ungefähr 7 Millionen weiteren Fettnäpfchen, mit denen du dich auf der Bühne blamieren kannst.

Das fühlt sich in dem Augenblick nicht schön an, doch das ist in Wahrheit das wichtigste von allem, denn es führt zu …

Phase 3: Du beherrschst die Tricktechnik. Du verstehst, wie du ein Publikum führen und unterhalten kannst – und dein Kopf ist frei, um sich mit unvorhergesehenen Ereignissen zu beschäftigen.

Du kannst alles in Gedanken alles tausendmal durchspielen, doch ohne mal wirklich auf der Bühne gestanden zu haben und sich zu wünschen, dass dieser Auftritt besser nie stattgefunden hätte – das kannst du nirgendwo in der Theorie lernen.

Diese scheinbare Souveränität, diese Sicherheit – die entsteht erst durch Fehler.

Wer scheitert, wird wertvoll

„Ähem, Volker? Du hast vorhin versprochen, dass das hier ein Artikel über Bewerbungen wird – danach sieht es aber noch immer nicht aus?!“

Dazu kommen wir genau jetzt: Gerade, wenn ich mit älteren Bewerbern arbeite, erlebe ich viel Unsicherheit:

"Die wollen mich doch gar nicht mehr, ich bin doch zu alt, mein Wissen ist auch veraltet, die wollen doch nur noch junge Leute", und so weiter.

Dabei vergessen sie immer eines: Auch als Arbeitnehmer durchläuft man diese drei Phasen:

In Phase 1 warst du neu im Job und hast dir erst mal jede Menge Fachwissen angeeignet.

In Phase 2 hast du begriffen, dass nicht immer alles so laufen muss, wie es in der Theorie erklärt wird. Dass du manchmal vom Plan abweichen musst, um deine Kunden glücklich zu machen.

Du lernst deinen Job durch die Augen anderer Menschen zu sehen und deren Erwartungen noch besser zu erfüllen.

Und in Phase 3 schließlich hast du gelernt, dass es kein Weltuntergang ist, wenn mal ein Fehler passiert. Denn alles Schlimme hast du schon längst erlebt und hast begriffen: Es gibt immer einen Weg da raus.

Und genau das wissen auch die Firmen.

Ein Phase-1-Mitarbeiter ist toll, wenn es darum geht, einfach viele Dinge abzuarbeiten.

Ein Phase-2-Mitarbeiter ist prima, wenn es auf Kundenorientierung ankommt.

Und Phase-3-Mitarbeiter sind extrem wichtig – nämlich immer dann, wenn große Veränderungen anstehen oder etwas so richtig daneben geht. Denn nur diese Mitarbeiter können dann die Ruhe bewahren und dazu beitragen, dass es weitergeht.

Alter bedeutet Erfahrung, und Erfahrung ist kein Hindernis, sondern ein Vorteil.

Du hast Dinge gelernt, die man in keiner Ausbildung, keiner Uni und auch aus keinem Buch lernen kann. Man muss sie am eigenen Leibe erlebt haben, um besser zu werden.

Dafür gibt es keine Abkürzung.

Deine Erfahrung ist ein Schatz

Frage dich also nicht: "Was haben mir junge Leute und frische Absolventen voraus?" – frage dich, lieber:" Was habe ich falsch gemacht, welche Fehler habe ich miterlebt, und was habe ich daraus gelernt?"

Dann wirst du schnell sehen, dass du heute über Fähigkeiten verfügst, die nicht selbstverständlich sind.

Und falls du sie selbst nicht siehst, sprich mich gerne an. Ich bin ein Meister darin, diese Fähigkeiten in anderen Leuten zu entdecken.

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