Bewerbungen trotz Corona?

"Macht es jetzt noch Sinn, sich zu bewerben?"

Das ist die häufigste Frage, die ich aktuell gestellt bekomme. Im ganzen Land gilt Kontaktverbot, Meetings und erst recht Vorstellungsgespräche finden nicht mehr statt. Und jeder, wirklich jeder ist verunsichert.

  • Wer einen Job hat, hofft darauf, ihn auch zu behalten.
  • Wer einen Job sucht, hofft darauf, eingeladen zu werden.
  • Wer eine Zusage hat, hofft darauf, dass die Firma keinen Rückzieher macht.

Tatsächlich war die Lage noch nie so unübersichtlich wie jetzt. Nicht nur die Bewerber, auch die Firmen stehen ein wenig unter Schock. Überall wird nach neuen Lösungen gesucht, den Arbeitsalltag zu organisieren. Home-Office wird möglich, wo es früher nie denkbar war. Und ein wenig stehen wir alle ungläubig daneben und fragen uns, ob das gerade wirklich passiert.

Deswegen finde ich es wichtig, gerade auch in diesen Zeiten auf die positiven Geschichten zu schauen. Und die gibt es!

Diesen Bericht einer Kundin darf ich mit ihrer Erlaubnis hier veröffentlichen. Ich habe die Namen und Angaben verändert, so dass sie und die Firma anonym bleiben. Doch die Geschichte ist zu gut, um nicht erzählt zu werden:

Alles fängt so gut an

"Nachdem wir Ende 2019 gemeinsam an meinen Unterlagen gearbeitet hatten, war ich sehr optimistisch. Ich habe 12 Bewerbungen verschickt und 5 Einladungen erhalten - und alle Termine fanden innerhalb von nur 7 Tagen statt! Ich hatte gut damit zu tun, alle Gespräche zeitlich unterzubekommen, ohne dass mein Arbeitgeber etwas merkt.

Aber dieses Mal hatte die Mühe sich gelohnt! Bei meinem Favoriten habe ich noch im Gespräch die mündliche Zusage erhalten! Was für ein Gefühl!

Dazu muss ich noch sagen, dass die Stelle befristet ausgeschrieben war und ich wirklich überlegt habe, ob es dann überhaupt Sinn für mich macht, mich dort zu bewerben. Im Gespräch sagte die Firma dann aber, dass sie mich unbefristet anstellen würden. Sie gaben mir sogar noch Bedenkzeit, aber in Wahrheit musste ich nicht lange überlegen und habe nach dem Wochenende telefonisch zugesagt.

Die Reaktion hat mich sprachlos gemacht: Sie haben sich so sehr über meine Zusage gefreut, dass ich selbst mit Freudentränen zu kämpfen hatte. Ich war sprachlos und im positiven Sinne von den Socken. Aber eins fehlte noch: der Arbeitsvertrag.

Plötzlich ist alles anders

Und genau dann kam Corona. Der Vertrag war auch nach einigen Tagen noch immer nicht da, und ich wurde nervös. Meine Branche gehörte ja zu den ersten, in der es zu Entlassungen wegen der Pandemie kam. Ich befürchtete schon, dass es zu keinem Arbeitsvertrag mehr kommen könnte.

Aber heute Morgen habe ich eine Mail bekommen mit folgendem Inhalt:

„Sie müssen sich keine Sorgen machen: Wir werden Ihren Arbeitsvertrag weder aussetzen noch davon zurücktreten. Ganz im Gegenteil: Wir freuen uns immer noch, dass Sie unser Team bald verstärken werden. Sollten zu dem Zeitpunkt immer noch Anti-Corona-Maßnahmen gelten, dann werden wir eben kreative Wege finden, Sie doch zumindest virtuell in unser Team aufzunehmen!“

Und tatsächlich: Der Arbeitsvertrag folgte kurz darauf, dicht gefolgt von einem Anruf meiner zukünftigen Chefin. Sie wollte mir auch nochmal versichern, wie sehr sie sich auf unsere Zusammenarbeit freut.

Bewerbung trotz Corona? Oh ja!

Ich bin so glücklich, dass ich es kaum in Worte fassen kann und freue mich unendlich, nun meine Kündigung einreichen zu können. Das möchte ich unbedingt persönlich machen, das ist mir wichtig. Doch da wir alle im Home-Office sind, wird auch das schwierig - aber auch dafür wird es eine kreative Lösung geben. Davon bin ich jetzt überzeugt.

Mein Beispiel zeigt, dass auch in der Corona-Krise Licht am Ende des Tunnels zu sehen ist, und ich drücke allen dort draußen ganz fest die Daumen!"

 
Ich helfe Ihnen dabei, schneller an einen neuen Job zu kommen. Jede Bewerbung ist ein Unikat, auf Sie maßgeschneidert, ohne Textbausteine und Floskeln.
Volker Klärchen
Bewerbungscoach
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